Der Nachtzug muss bleiben.

Nachdem schon in den Vorjahren massive Zugstreichungen im internationalen Bereich vollzogen wurden, hat die DB den Betrieb mit Schlaf- und Liegewagen im Dezember 2016 ganz eingestellt. Obwohl die Nachtzüge durchaus gefragt sind und noch ein enormes Potenzial haben! Andere Bahnen in Europa – allen voran die ÖBB – haben das…

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Eine Ode an den Nachtzug

“ This wasn’t just nostalgia on rails, it was the future, one of the ways in which a frictionless Europe was dreaming itself into being. Fall asleep in one cosmopolitan city, greet the dawn in another.“

 

„Es war nicht nur Eisenbahnromantik, es war die Zukunft, der Traum, den ein grenzenloses Europa von sich träumen durfte. In einer Metropole einschlafen und in der nächsten den Sonnenaufgang begrüßen.“

Frances Robinson, Freie Journalistin

Ein ausführlicher, wehmütiger und wütender (englischsprachiger) Text über den Niedergang einer großen Idee auf politico.eu. Als ein wesentliches Dilemma führt die Autorin die Liberalisierung des europäischen Bahnverkehrs an: Zuvor hat es zuvor für die integrierten Bahngesellschaften absolut Sinn ergeben hat, die ohnehin freien Strecken auch nachts zu befahren. Nun werden dadurch fiktive Kosten generiert, da die Infrastrukturbertreiber hohe Nutzungsgebühren von den Verkehrsunternehmen verlangen.

Reisen bedeutet unterwegs sein

Und wenn wir am nächsten Morgen aufwachten, waren die Bahnhofsschilder in fremden Sprachen beschriftet oder wir konnten das Meer sehen.

Regine Gwinner, Verträglich Reisen

Texte und Bilder, die Reiselust wecken… Einiges davon ist leider bald Vergangenheit.

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Acht Gründe für Nachtzüge

Das Spiegel-Jugendportal bento bringt es auf den acht Punkte: Gründe, warum die Deutsche Bahn ihre Nachtzüge nicht ausrangieren darf. Auf der Seite kann man außerdem an einer Online-Umfrage teilnehmen: Wie oft man schon mit dem Nachtzug gereist ist, ob man gut / besser als im Bus schlafen konnte, und ob…

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Der schiefe Rahmen (III)

Das Schweizer OnlineMagazin „Das Lamm“ liefert eine aufschlussreiche Analyse, warum die Nachtzüge angeblich „nicht wirtschaftlich“ sind. Und wer in Europa dafür verantwortlich ist. Soviel sei verraten: Es liegt am wenigsten am Nachtzug selbst. Bereits die Grundlage der von der DB zuletzt genannten 30 Mio. € Verlust bei einem jährlichen Umsatz…

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Nachtzug ins Nirgendwo

Als würde man einen Veganer zum Chef einer Metzgerei machen

Siegfried Klausmann, Agentur Gleisnost über das Verhältnis der DB-Manager zum Produkt Nachtzug

Aus traurigem Anlass sind zwei längere Artikel erschienen:

 

 

Vereinigte Bahnen von Europa?

I remember buying one single ticket from Narvik to Madrid.  A journey of 4,500 km, back in the nineties it involved four stopovers. Nowadays, between 7 and 10, including a bus ride in between.

 

Ich erinnere mich, dass ich von Narvik nach Madrid eine einzige Fahrkarte gekauft hatte. Eine Reise von 4.500 km, die damals in den Neunzigern vier Zwischenstops benötigte. Heute sind es zwischen 7 und 10, einschließlich einer Busverbindung.

Katia Hueso, Netzwerk Back-on-track

In einem ausführlichen (englischsprachigen) Artikel analysieren Katia Hueso und Poul Kattler die Malaise des grenzüberschreitenden Bahnverkehrs und die Folgen für die Reisenden. Sie schlagen die Gründung einer europäischen Bahngesellschaft vor, die als erstes ein neues Nachtzugnetz aufbauen sollte.

Deutsche Bahn macht platt statt mobil

Die DB hat das Potenzial der Nachtzüge bei Weitem nicht ausgeschöpft. Manche sagen: Die Manager haben das Produkt nicht verstanden.

Peter Dreller (ehemaliges Betriebsrats- und Gesamtbetriebsratsmitglied bei MITROPA und ehemaliger Betriebsrats- und Gesamtbetiebsratsvorsitzender der DB European Railservice)

Im gerade vom Bündnis Bahn für Alle veröffentlichten Alternativen Geschäftsbericht für die Deutsche Bahn wird auch die aktuelle Situation im Nachtreiseverkehr beleuchtet.