Zug oder Flug?

Fliegen ist doch so billig und bequem – wer fährt da schon noch mit der Bahn?

So oder ähnlich hört man es in vielen Diskussionen mit Reisenden, aber bedenklicherweise auch von unseren Verkehrspolitikern. Aber hält das über Jahre aufgebaute Image von Schnäppchenpreisen, Last-Minute-Angeboten und Billigfliegern eigentlich einer kritischen Überprüfung stand?

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Über Nacht ins Gebirge… schön wär’s!

Auch die internationale Alpenschutzkommission CIPRA bedauert, dass die Bergregion immer schlechter per Nachtzug zu erreichen ist. Dies führt gleichermaßen zu Nachteilen für Umwelt und Tourismus. Leider wird auch die in dieser Meldung noch benannte Verbindung „Alpenexpress“ aus den Niederlanden inzwischen nicht mehr angeboten: Am 15. April 2015 kapitulierte der private…

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Träume und Pläne

Exotik

„… mit dem Nachtzug von Saigon aus nach Kamboschda. Was hälst davon?“ höre ich zwei junge Männer überlegen. Weiter erfahre ich so nebenbei, dass ein Freund, den Plan wohl bereits am Verwirklichen ist. Ich werde neugierig und mein Fernweh-Fieber steigt bedenklich an. Raus in die Welt, etwas erleben, Land und…

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VCD Thema Nachtzug

Der Nachtzug ist Teil des Fernverkehrs. Betriebswirtschaftlich wird er isoliert betrachtet, was unsinnig ist. Auch andere Zusatzangebote wie DB Lounges, Service Points oder Speisewagen tragen sich nicht isoliert, werten aber den Fernverkehr auf.

(Verkehrsclub Deutschland, Vorschläge für einen besseren Nachtzugverkehr)

Im aktuellen Heft der VCD-Zeitschrift fairkehr finden sich weitere Texte zum Nachtreiseverkehr.

Einsatz im Pyjama

Die Aktivisten der verkehrspolitischen Umweltorganisation umverkehR in der Schweiz treten für die Erhaltung und den Ausbau von Nachtzugverbindungen ein. Mit einem medienwirksamen Auftritt an  Bahnhöfen und diversen weiteren Aktionen. Aus der Sicht von umverkehR sprechen insbesondere drei Hauptargumente für die Nachtzüge:

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Der schiefe Rahmen

KaputtrechnenWenn Nachtzüge trotz guter Auslastung angeblich keine Gewinne einfahren, liegt das offensichtlich an den hohen Kosten. Natürlich liegen die Gründe für diese Kosten zum Teil in den Besonderheiten des „Produkts“ – Nachtzüge haben weniger Plätze, aber mehr Personalaufwand als Tagesverbindungen. Dafür werden aber je nach gebuchter Komfortklasse auch entsprechende Zuschläge erhoben.

Anders sieht es aus mit der strukturellen Benachteiligung des Schienenverkehrs durch die aktuelle Verkehrspolitik: Für die Nutzung der Strecken und Stationen werden Entgelte fällig. In Deutschland soll der Unternehmensteil „Netz“ der DB Gewinne erwirtschaften – keine andere Verkehrsinfrastruktur tut das! Fernbusse fahren mautfrei, Flughäfen werden massiv subventioniert. Zugbetreiber zahlen Mineralöl-, Öko- und Mehrwertsteuer, Fluglinien nicht.

Wenn Politiker der Koalition mit Krokodilstränen die angebliche „Unwirtschaftlichkeit“ des Nachtreiseverkehrs bedauern, so ist das nicht einmal die halbe Wahrheit. Die Bundespolitik gibt hier selbst den Rahmen vor und entscheidet über Prioritäten – allzuoft gegen Bahnfahrgäste, Umwelt und Reisekultur.

Siehe dazu auch diese Presseinfo und horche ein Interview mit dem grünen Europapolitiker Michael Kramer:

 

Lost in Web

Liebe Citynightline, wohl die meisten Reisenden informieren sich heute vorab im Internet. Meine (exemplarische) Suche mit typischen Keywords für eine Fahrt im nächsten Jahr brachte dabei das folgende Ergebnis zutage: Trotz expliziter Anfrage nach einem Nachtzug – NUR klimaschädliche Flugangebote. Da stellt sich schon die Frage, was machen diese Anbieter,…

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