Gute Nachrichten aus dem Norden und Südwesten

For tourism, the region and increased sustainability.

Für den Tourismus, für die Region und für mehr Nachhaltigkeit.

Magnus Ling, Generalsekretär Svenska Turistföreningen

Die gefährdeten Nacht-Verbindungen nach Nordschweden sind fürs Erste gesichert. In einer Mitteilung bedankt sich die Schwedischen Tourismusvereinigung (hier in englischer Übersetzung) ausdrücklich bei den bisher 57.000 Unterzeichnern der Petition. Bis mindestens 2020 sollen weiter jede Nacht Züge nach Luleå und Narvik verkehren. Und das sogar mit einem erweiterten Angebot und besseren Buchungsmöglichkeiten. Die schwedische Regierung hat sich ausdrücklich zum Gemeinwohlauftrag der SJ bekannt. Damit steigen auch die Chancen zur Erhaltung des Nachtverkehrs in die Provinz Jämtland.

Einen Erfolg gibt es auch aus Frankreich zu vermelden: Die französische Region Okzitanien hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass die Nachtzuglinie zwischen Paris und Port Bou im Jahr 2017 wieder aufgenommen wird. Allerdings wurden dieses Jahr noch etliche weitere Verbindungen abgeschafft. Die verbliebenen Nachtzüge sind weiter bedroht. Auch hier gibt es eine Petition und eine ausführliche Seite der französischen Initiative „Ja zum Nachtzug„.

Die CNL verabschiedet sich

… der Lokführer lässt den Zug mit dem Signalhorn „weinen“ – was auch bei mir für Gänsehaut sorgt. Man beachte auch die niederländische Flagge im Fenster – eine Tradition geht (fürs Erste?) zu Ende. Es bleibt die Hoffnung, dass sich Europa eines Besseren besinnt und den Schatz seines engmaschigen, grenzüberschreitenden Bahnnetzes wieder zu nutzen weiß. Der modernisierte Nachtverkehr der ÖBB kann ein erster Aufbruch in diese Richtung sein, dem viele weitere Schritte folgen müssen.

In den letzten Zügen

Am nächsten Wochenende ist es tatsächlich so weit: Die DB AG verzichtet künftig auf spezielle Zuggarnituren, die den Bedürfnissen der Nachtreise entsprechen und beendet damit 140 Jahre Eisenbahngeschichte. Bekanntlich wird ein Teil der Nachtzüge von der österreichischen Bahn weiter betrieben. Eine subjektive Auswahl an Medienberichten dazu: Text und Film im…

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Im Sitzen kann ich nicht Schlafen.

Wenn der Nachtzug nach Köln nicht mehr fährt, muss ich häufiger fliegen. Dann auch mit den berühmten „Rote-Augen-Fliegern“, am frühen Morgen.

Sandra Maischberger, Journalistin

Im Interview mit der Berliner Zeitung erklärt die TV-Moderatorin, warum sie Nachtzüge liebt und gegen die Einstellung durch die DB protestiert.

Übersetzungshilfe Bahn / Deutsch

Auf der community-Seite der Deutschen Bahn steht es geschrieben: „Nachtzüge sind wegen der besonderen Ausstattung nicht nur bei der Anschaffung, sondern auch bei der Wartung und Instandsetzung besonders kostenintensiv. Angesichts der anhaltend niedrigen Nachfrage stehen diese Ausgaben in keinem vertretbaren Verhältnis zum Ertrag. Im Hinblick auf die Reiseangebote von Bus-…

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Nachtzüge schlechtgerechnet

Die Bahn soll endlich aufhören, sich kaputtzusparen. Nachtzüge sind ein sinnvolles Produkt, ein klimaverträgliches Produkt. Und die 35.000 Unterschriften für den Erhalt der Züge zeigen: Sie haben auch viele Fans.

Manuel Poblotzki (Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft)

Ein Interview mit den Betriebsräten Manuel Poblotzki und Joachim Holstein zur aktuellen Situation der Beschäftigen im Nachtzugbetrieb, zur Strategie der DB AG und zu Perspektiven für das Nachtzuggeschäft.

Kleine Presseschau

Es sieht ganz danach aus, dass sich das Versagen der Bahn im Fernverkehr tagsüber nun nachts wiederholen wird.

Michael Kuntz, Süddeutsche Zeitung

Zwei informative Artikel zur Krise der Nachtzüge bei der Deutschen Bahn:

und ein Reisebericht mit Fährüberfahrt in der taz.

Der schiefe Rahmen (III)

Das Schweizer OnlineMagazin „Das Lamm“ liefert eine aufschlussreiche Analyse, warum die Nachtzüge angeblich „nicht wirtschaftlich“ sind. Und wer in Europa dafür verantwortlich ist. Soviel sei verraten: Es liegt am wenigsten am Nachtzug selbst. Bereits die Grundlage der von der DB zuletzt genannten 30 Mio. € Verlust bei einem jährlichen Umsatz…

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Ausgeschlafen?

Der Nachtzug fasziniert. Vielleicht weil Menschen darin große Distanzen überwinden können, ohne das Gefühl für Zeit und Raum zu verlieren.

Dorothee Krings, Kulturredakteurin Rheinische Post

In der Rheinischen Post ist ein ausführlicher Artikel erschienen, der sich dem drohenden Verlust des Nachtzugs als Kulturgut und Sehnsuchtsort widmet.