Die letzte Fahrt

Süchtig danach, an einem kalten Tag in München loszufahren, durch den Nebel am Brenner, und die erste Sonne eines Mittelmeerhimmels zu sehen.

Ein schöner und rühriger Artikel in der Zeit: Vom persönlichen Abschied eines Zugführers und dem besonderen Erlebnis Nachtreise.

Weitere Einblicke in den Alltag (des Wort All-Nacht existiert ja nicht!) als Schlafwagenschaffner gibt dieses schon etwas ältere Interview der Süddeutschen Zeitung. Und zum Abschluss ein kurzer, aktueller Reisebericht aus der Neuen Zürcher Zeitung.

Die CNL verabschiedet sich

… der Lokführer lässt den Zug mit dem Signalhorn „weinen“ – was auch bei mir für Gänsehaut sorgt. Man beachte auch die niederländische Flagge im Fenster – eine Tradition geht (fürs Erste?) zu Ende. Es bleibt die Hoffnung, dass sich Europa eines Besseren besinnt und den Schatz seines engmaschigen, grenzüberschreitenden Bahnnetzes wieder zu nutzen weiß. Der modernisierte Nachtverkehr der ÖBB kann ein erster Aufbruch in diese Richtung sein, dem viele weitere Schritte folgen müssen.

Zum Abschied ein Dankeschön

Nun ist es also eingetreten – die Nachtzüge der Deutschen Bahn sind Geschichte. Mit ihrer Einstellung verlieren auch rund 300 Menschen einen ganz besonderen Arbeitsplatz. An dieser Stelle ein persönliches Dankeschön an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die für entspanntes und sicheres Reisen durch die Nacht gesorgt haben. Nicht immer unter…

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Luxus auf dem Nachbargleis

Diese Galerie enthält 7 Bilder.

Bilder aus einer etwas anderen Nachtzug-Welt: Der ursprünglich von der Compagnie Internationale des Wagons-Lits betriebene Orientexpress trug auch den Beinamen „König der Züge – Zug der Könige“. Er vereinte ab 1883 das Reisen über lange Strecken mit Komfort und Eleganz. Der Express hat in Literatur und Film seine Spuren hinterlassen…

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Eine Ode an den Nachtzug

“ This wasn’t just nostalgia on rails, it was the future, one of the ways in which a frictionless Europe was dreaming itself into being. Fall asleep in one cosmopolitan city, greet the dawn in another.“

 

„Es war nicht nur Eisenbahnromantik, es war die Zukunft, der Traum, den ein grenzenloses Europa von sich träumen durfte. In einer Metropole einschlafen und in der nächsten den Sonnenaufgang begrüßen.“

Frances Robinson, Freie Journalistin

Ein ausführlicher, wehmütiger und wütender (englischsprachiger) Text über den Niedergang einer großen Idee auf politico.eu. Als ein wesentliches Dilemma führt die Autorin die Liberalisierung des europäischen Bahnverkehrs an: Zuvor hat es zuvor für die integrierten Bahngesellschaften absolut Sinn ergeben hat, die ohnehin freien Strecken auch nachts zu befahren. Nun werden dadurch fiktive Kosten generiert, da die Infrastrukturbertreiber hohe Nutzungsgebühren von den Verkehrsunternehmen verlangen.

Reisen bedeutet unterwegs sein

Und wenn wir am nächsten Morgen aufwachten, waren die Bahnhofsschilder in fremden Sprachen beschriftet oder wir konnten das Meer sehen.

Regine Gwinner, Verträglich Reisen

Texte und Bilder, die Reiselust wecken… Einiges davon ist leider bald Vergangenheit.

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