Reisen

liege6erAm 11. Dezember 2016 hat sich die Deutsche Bahn aus dem klassischen Nachtzugverkehr zurückgezogen. Die Österreichischen Bundesbahnen weiten dagegen ihr Angebot auf einige zusätzliche Strecken in Deutschland aus. Fahrkarten für Nachtzugreisen können wie bisher bei der die DB oder auch hier gebucht werden.

Der Fahrgastverband Pro Bahn hat dazu herausgefunden: Für mindestens ein Jahr (also bis Dezember 2017) gelten parallel zum ÖBB-Tarif auch DB-Tarife – wenn man die Nachtzugfahrt über bahn.de oder andere DB-Vertriebswege bucht (Schalter, Agenturen, Telefon, DB-Navigator). Für die DB-Flexpreise („Normalpreise“) sind alle Bahncard-Rabatte inklusive BC 100 nutzbar. Für Buchungen über ÖBB-Webseiten (tickets.oebb.at, nightjet.com) gilt die Bahncard nicht. Aufgrund des günstigen Angebots „Sparschiene“ kann es sich aber trotzdem lohnen, dort nachzuschauen.

Bei der DB-Auskunft muss zur Anzeige von Nachtzugverbindungen teilweise das Kästchen „Schnelle Verbindung bevorzugen“ abgewählt werden. Falls eine Verbindung nicht oder als „nicht buchbar“ angezeigt wird, hilft es manchmal, die Anfrage auf die Fahrtstrecke des Nachtzugs zur beschränken. Eine spezielle Internetauskunft nur zu Nachtzugverbindungen existiert leider nicht, sehr praktisch für die Planung sind aber:

Bei internationalen Fahrten kann man immer auch auf den Seiten der „beteiligten“ nationalen Bahngesellschaften stöbern. Ohnehin eine gute Vorbereitung auf die Fahrt, ggf. die abweichende Schreibweise der Ortsnamen beachten!

Bitte melden Sie mir fehlerhafte oder neue Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

2 Kommentare

  1. Werner von Buchwald

    Es ist leider typisch für das Unternehmen Deutsche Bahn, mal wieder ein traditionsreiches Angebot – diesmal die verbliebenen Reste des Nachtzugnetzes – mit einem Federstrich auszulöschen.

    Da ich das noch vorhandene Nachtzug-Angebot immer wieder für Termine etwa in München, Berlin, Dresden oder Warschau nutze, kann ich aus meinen Erfahrungen heraus nicht bestätigen, dass es für dieses Angebot keine Nachfrage mehr gibt. Zur Zeit sitze ich im Nachtzug Amsterdam – München und seit Düsseldorf (mein Zustiegsort) ist der Zug in allen Kategorien gut ausgelastet.

    Wohl weil demnächst Investitionen in das teilweise recht alte Rollmaterial anstehen, trennt man sich nun vom Nachtzugbetrieb und überlässt ihn privaten Anbietern oder ausländischen Staatsbahnen wie der ÖBB und anderen.

    Da wo diese die DB-Nachtzugangebote nicht übernehmen, zwingt man den Bahnkunden entweder zu zusätzlichen, unnötigen Übernachtungen oder aufs Flugzeug, den eigenen PKW oder gar den Fernbus.

    Aus meiner Sicht begeht die Bahn hier wieder mal einen schweren strategischen Fehler wie z.B bei der Einstellung des Interregio-Verkehrs, der weitere treue Bahnkunden vertreibt.

    Ich bin im Übrigen auf dem Weg zu einer Veranstaltung des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr zum Thema Mobilität und Tourismus. Auf die Diskussionsrunde mit den Vertretern von DB Personenverkehr freue ich mich jetzt schon!

    Mit freundlichen Grüßen
    Werner von Buchwald
    Moderator für die Zukunft des ÖPNV in Westfalen-Lippe
    Geschäftsführer der CDU-Regionalratsfraktion Arnsberg

  2. Ich bin mir sicher, dass Nachtreise-Züge wieder eine Zukunft haben werden und dass das Fliegen wieder teurer werden wird.
    Außerdem ist Bahnfahren im Nachtzug immer noch die erholsamste Art und Weise zu reisen.
    Ich bin in den 80er-Jahren mit dem Privatzug „TUI-Ferienexpress“ groß geworden. Dieser für die damalige Zeit spitzenmässig durchdesignte Zug hatte 1. Klasse-Komfort. Man erreichte fast direkt den Zielurlaubsort über Nacht. Damals hat eine Reisegesellschaft (die TUI) den Transfer mit den Urlaubshotels verbunden.

    Eventuell könnte demnächst eine Hotelkette einen Nachtzug auf die Schiene bringen. Eine Idee wäre, dass zum Beispiel die Hotelkette „motel one“, die einen sehr guten Design-Geschmack bezüglich Ihrer Zimmer haben, einen neuen Nachtzug im gleichen Deisgn gestalten. (Farblich – (türkis / braun / weiß etc.) mit Wiedererkennungseffekt der motel one – Hoteleinrichtung in den Abteilen) und als großes Logo die „1“ mit dem Kreis herum auf den einzelnen Wagen.
    Diese Zugreihe könnte dann „rail one“ heißen 🙂 …
    Wer den „rail one“-Hotelzug in Anspruch nimmt, erhält in der Zielgegend Prozente auf eine Übernachtung in einem „motel one“ – Hotel.
    Somit könnte „motel one“ auch in Urlaubsgebieten Fuß fassen. Mit dem Hotelzug gleich ins Urlaubshotel gebracht werden -das ist ein neues Komfort-Gefühl.

    Der Urlaub im Hotel beginnt quasi in der Stadt wo man wohnt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.