TEE 2.0 – mehr als eine schöne Idee?

Ein neues, grenzüberschreitend gedachtes Bahnssystem wäre ein wahrlich europäisches Projekt und würde hervorragend zum „Green Deal“ der EU passen. Der Name knüpft an den Trans-Europ-Express an, der in den 1960er und 70er Jahren synonym für schnelles und komfortables Reisen auf der Schiene stand. Nun hat die deutschen EU-Ratspräsidentschaft bei einem…

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Politik endlich pro Nachtzüge?

Nach dem Vorbild des Deutschland-Takts wollen wir einen Europa-Takt etablieren. Die Menschen sollen mit der Bahn besser durch Europa kommen.

Andreas Scheuer, Bundesverkehrsminister

Überraschend und doch überfällig: Bundesverkehrsminister Scheuer will ein neues Bahnkonzept vorstellen, in dem die europäischen Metropolen mit Hochgeschwindigkeits- und Nachtzügen (!) miteinander verknüpft werden.

Wie Schweizer Portal nau.ch berichtet, will der (bisher eher als Autofreund aufgefallene) CSU-Politiker auf einem europäischen Schienengipfel ein Konzept für einen „Europa-Takt“ mit schnellen, durchgehenden Zügen vorstellen. Dieses sieht offenbar jeweils einen Hochgeschwindigkeitszug tagsüber und einen Nachtzug vor – und könnte schon 2025 stehen.

Der Minister spricht weiter von einem europäischen Förderprogramm für komfortable, grenzüberschreitend einsetzbare Züge und von einer europaweiten Buchungsplattform. Nun will er für das Projekt „TransEuropExpress 2.0“ möglichst viele Bahnunternehmen in der Europäischen Union überzeugen. Wo der Vorschlag hoffentlich offene Türen einrennen wird.

Schrittweise zu Europas neuem Nachtverkehr

Der derzeitige Kampf um Nachtzugverbindungen ist sichtbares Zeichen dafür, dass mehr und mehr Menschen Reiseerlebnisse und Klimaschutz verbinden wollen.

Matthias Gastel, bahnpolitischer Sprecher B90/Die Grünen

Damit Nachtzüge wieder europaweit eine Alternative zum Flugverkehr werden können, müssen nach Matthias Gastel die folgenden Schritte gegangen werden:

  • Definition eines gemeinsamen Netzes
  • Schaffung von Rahmenbedingungen für einen fairen Wettbewerb (insbesondere gegenüber dem Luftverkehr)
  • Senkung der Trassenpreise für Nachtzüge
  • Einheitliche Zugsicherung (ECTS)
  • Einfaches und transparentes Tarifsystem

Im Tagesspiegel ist der vollständige „Standpunkt“ nachzulesen.

Auf einem Fachgespräch der Grünen haben sich verschiedene Akteure im Nachtzuggeschäft ausgetauscht.

Und jetzt noch ein Interview von n-tv in der schönen Serie „Wieder was gelernt“ – Herr Scheuer, bitte anhören!

Europäisches Nachtzugnetz bis 2030?

„Wer die Klimaschutzziele im Verkehr erreichen will,
kommt um ein europäisches Nachtzugnetz nicht herum.“

Autorenpapier vom 2. Mai 2019

Die Grünen fordern den Aufbau eines europaweiten Nachtzugnetzes, mit dem eine Alternative zum klimaschädlichen Flugverkehr geschaffen wird. Wenn auch die Schnellfahrstrecken genutzt werden, können in einer Nacht Entfernungen von rund 2.000 km zurück gelegt werden.

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Weil ich lieber gemütlich reise

Diese Galerie enthält 4 Bilder.

Gut. Es gibt inzwischen eine schnelle Strecke. Und es gibt regelmäßige ICE Verbindungen. Hat ja auch Einiges gekostet aber wird gut angenommen. Allerdings ist der Gewinn ein geringer, wenn man morgens zeitig ankommen – und was vom Tag haben – möchte. Und das dürften nicht wenige sein, die gerne vor…

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Ein Markt für Nachtzüge (von H. Monheim)

Der so beschriebene Nachtverkehr bedient mehrere Aktionsradien mit unterschiedlichen Potenzialen. Die IR und IRN-Linien decken den mittleren Fernreiseradius bis 400 km ab. Diese Reisedauer ist zu kurz für das Einchecken im Liege- und Schlafbereich. Für entspanntes Reisen auf Abteil-Liege-Sitzen ist sie aber interessant. Die IC/ICE und ICN/ICEN-Linien bilden innerdeutsche Durchmesserlinien…

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Vor drei Jahren – Nachruf auf den Nachtverkehr

Wer mit dem Nachtzug fährt, ist nicht einfach nur unterwegs. Er reist.

Jan Sternberg, HAZ

Schon etwas her – aber immer noch lesenswert. Ein ausführlicher Bericht der Hannoverschen Allgemeinen.

Und ganz aktuell: Ein Bericht in der Welt über die Rückkehr des Nachtzugs dank österreichischer Hilfe.

Zu Spät zur Wahl: Das Antwortschreiben der CDU

Die Zeiten der romantischen Nachtzugverkehre gibt es infolge der fortgeschrittenen Mobilität nicht mehr

Christian Martin, CDU Bundesgeschäftsstelle

Zum Abschluss der Serie zur Bundestagswahl erreichte mich am 23.09.2017 noch das folgende Schreiben der CDU Bundesgeschäftsstelle. Die Antwort verwirrt mich etwas – daher halte ich in diesem Fall ausnahmsweise eine Kommentierung für geboten:

Ihre Ausführungen zum Thema Schienenverkehr habe ich aufmerksam gelesen und ich danke Ihnen für die offenen und kritischen Worte. Rückmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern sind für uns immer wieder außerordentlich wichtig und hilfreich. Meinungsäußerungen sind ein wichtiger Bestandteil des demokratischen Ringens um den besten Weg für unser Land und von daher auch dann immer willkommen, wenn sie Kritik und Ablehnung signalisieren. Eigentlich hatte ich ja Fragen gestellt.

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