Wir brauchen mehr Nachtzüge.

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Abends einfach die Augen schließen und morgens an einem anderen Ort aufwachen – so einfach kann klimafreundliche Mobilität gehen. Die europäischen Nachtverbindungen wurden in den vergangenen Jahrzehnten leider stark ausgedünnt – bis hin zum kompletten Rückzug der Deutschen Bahn im Jahr 2016! Schon damals wurde das Angebot bewusst „schlechtgerechnet“. Die Zeiten haben sich aber auch geändert: Immer mehr Menchen wollen mit dem Nachtzug fahren. Andere Bahnen dieses Potenzial erkannt, insbesondere die ÖBB bauen ihr Netz europaweit weiter aus.

Wir brauchen aber noch viel mehr Schlaf- und Liegewagen, mehr und bessere Verbindungen. Ökologisch, zeitsparend und bequem – so kann die Bahn mit PKW und Flugzeug konkurrieren. Die frühe Ankunft am Zielort ist mit Tagverbindungen so gar nicht möglich. Neben der Zeit wird auch das Geld für eine weitere Übernachtung gespart. Nicht zu unterschätzen sind auch die kleinen Begebenheiten am Rande der Fahrt, der kuturelle und völkerverbindende Beitrag des Nachtreiseverkehrs in einem hoffentlich immer enger zusammenwachsenden Europa.

Der Bund muss bei der DB auf die notwendigen Konzepte und Investitionen in Wagenmaterial und Service drängen, mit denen ein attraktiver Nachtreiseverkehr (wieder) möglich wird.

Setzen wir uns gemeinsam für  den Ausbau eines europäischen Nachtzugnetzes ein! Erleben Sie es vor allem auch wieder einmal selbst – es ist einfach toll, am Morgen in einer anderen Stadt, einem anderen Land aufzuwachen!

3 Kommentare

  1. Ich könnte Kotzen wen ich das hier lese .Umweltschutz heucheln und gleichzeitig die größten Umweltverschmutzer fördern und damit Arbeitsplätze nachhaltig gefährden. die Politicker müssen endlich dafür sorgen das die Rahmenbedingungen für alle gleich sind . Den es gibt auch Menschen wie mich die das Fliegen und Busfahren nicht vertragen und für die die Nachtzüge der DB City Night Line die einzige wahre Alternative sind .Ich fahre sehr sehr gerne mit den Nachtzügen der DB und den anderen Europäischen Nachtzuganbietern die durch unser Land fahren.Der Nachtverkehr muss erhalten bleiben.Den im Schlaff und Liegewagen durch Europa und Deutschland zu fahren ist das schönste was ich kenne.

  2. Franz Peter Zantis

    Das ist typisch für Europa und vor allem für Deutschland: man fordert von den Einwohnern ökologisches Handeln. Täglich kommen Nachrichten über das Desaster der Luftverschmutzung und des Ressourcenverbrauchs durch Auto und Flugzeug. Täglich wird erklärt wie umweltschädlich es ist doch ist tonnenweise Flugzeugabgase (CO2) in die Troposphäre zu blasen. Gleichzeitig wird den Bürgern aber das Fliegen schmackhaft gemacht: Billigflüge, immer weniger Bahnverbindungen und jetzt keine Nachtzüge mehr. Mit allen Mitteln versucht man die Bevölkerung auf das Flugzeug zu bringen – und gleichzeitg ständig der erhobene Zeigefinger, wie schädlich das doch für die Umwelt sei. Ich will von diesen ganzen Umweltwarnungen nichts mehr wissen. Meine Meinung dazu interessiert sowieso niemanden. Liebe Politiker: ihr habt es geschaftt: ich fliege jetzt auch – ist es das was ihr wolltet?

    • Lieber Franz Peter Zantis,
      Ihre Kritik ist im Grundsatz nachvollziehbar. Von Umweltwarnungen nichts mehr wissen zu wollen, wird aber leider kein Problem lösen. Es liegt schon auch an uns allen, ob es weiter Alternativen zu Auto und Flug gibt. In der Sektion „aktiv!“ finden Sie außerdem Möglichkeiten, sich weiter zu engagieren, da interessiert Ihre Meinung durchaus.
      Und vielleicht können Sie ja auch einmal einen Nachtzug in Ihre Reiseplanung einbinden? Sie werden sehen, dass diese Art zu Reisen keineswegs nur eine Frage des ökologischen Gewissens sondern eine echte Bereicherung und ein Komfortgewinn sein kann.
      In diesem Sinne: Gute Fahrt!

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